Präposition

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Das Wort Präposition setzt sich aus den beiden Wörtern: prae: "vor" und ponere: "setzen, stellen, legen" zusammen.
Präpositionen drücken Verhältnisse bzw. Beziehungen zwischen Personen, Gegenständen und/oder Sachverhalten aus.


Inhaltsverzeichnis

Kasusanwendungen

Präpositionen gehören zu den nicht abwandelbaren Wörtern, d.h. sie sind unveränderlich, verlangen aber einen bestimmten Kasus. Hierbei lässt sich eine Bedeutungserweiterung beobachten, und zwar von lokaler (örtlicher) zu temporaler (zeitlicher) und übertragener Verwendung.


Präpositionen mit dem Ablativ

Bedeutung
Präposition örtlich zeitlich übertragen
a(b) von ... her
von ... an
von ... an
seit
von (Passiv)
coram in Gegenwart (von)
vor (öffentlich)
cum mit mit
in Begleitung von
de von
von ... herab, weg
noch während über
hinsichtlich
e(x) von ... aus
von ... heraus
aus
von ... an
seit
infolge
prae vor vor
wegen
pro vor für
anstelle von
entsprechend
im Verhätnis zu
sine ohne


Präpositionen mit dem Akkusativ

Bedeutung
Präposition örtlich zeitlich übertragen
ad zu, an, bei
bis zu
bis zu zu, ungefähr
adversus gegen gegen (über)
ante vor vor
apud bei (meist bei Personen)
circa um ... herum
rings um
um ... herum
gegen
um ... herum
betreffs
circum um ... herum
nahe bei
cis diesseits
citra diesseits
contra gegenüber gegen (feindlich)
erga gegen (freundlich)
extra außerhalb außerhalb
über ... hinaus
außer
infra unterhalb unter
geringer als
inter zwischen
unter
zwischen
während
zwischen
unter
intra innerhalb
in ... hinein
innerhalb
binnen
iuxta neben
nahe bei
unmittelbar nach (Rang)
ob gegen ... hin
entgegen
um ... willen
wegen
penes im Besitz
in der Gewalt von
per durch ... hindurch während durch
wegen
post nach
hinter
nach
seit
nach
praeter an ... vorbei außer
abgesehen von
prope nahe bei
näher bei
nahe bei
um
beinahe an
näher an, ähnlicher
propter neben
nahe bei
wegen
secundum entlang unmittelbar nach nach
gemäß
entsprechend
supra oberhalb über ... hinaus
trans über ... hinaus
jenseits
ultra über ... hinaus
jenseits
über ... hinaus
mehr als


Präpositionen mit dem Ablativ oder Akkusativ

Bedeutung
Präposition örtlich zeitlich übertragen
in
(mit Abl.)
Frage: Wo?
in
an
auf
in
während
in
bei
trotz
in
(mit Akk.)
Frage: Wohin?
in
nach
auf
für
gegen
sub
(mit Abl.)
Frage: Wo?
unter
unterhalb
unter
sub
(mit Akk.)
Frage: Wohin?
unter
nahe an
gegen
kurz vor
unter
super
(mit Abl.)
über
von
super
(mit Akk.)
über
oberhalb


Präpositionen mit dem Dativ

Keine lateinische Präposition steht beim Dativ.


Präpositionen mit dem Genitiv

Zwei Postpositionen stehen beim Genitiv.


Sprachgeschichtliche Entwicklung

Präpositionen waren ursprünglich meist Ortsadverbien, z.B.: ante. Als Adverbien bestimmten sie das Verb. In dieser adverbiellen Funktion können sie sich entweder mit dem Verb zu einem Wort vereinigen (Kompositum), z.B.: ex+pellere=expellere; oder sie verdeutlichen bestimmte Kasusanwendungen, beispielsweise zur Erklärung des Trennungsablativs, z.B.: ex urbe pellere.
Die Stellung der Präpositionen im Satz war ursprünglich frei. Im klassischen Latein ist sowohl ex urbe pellere als auch urbe expellere möglich. Sie begleiteten aber meist einen bestimmten Fall, mit dem sie dann regelmäßig verbunden wurden, also: ex+Abl.. Reste einer alten Nachstellung sind die Formen mecum (mit mir) und quocum (mit dem). Sehr häufig ist der Einschub der Präposition zwischen Attribut und Substantiv, z.B.: hac in urbe (in dieser Stadt), summa cum laude (mit höchstem Lob), quamobrem (warum), quemadmodum (auf welche Weise, wie).

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