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676 Flebat opemque tuam frustra Philyreius heros,
677 Delphice, poscebat. nam nec rescindere magni
678 iussa Iouis poteras, nec, si rescindere posses,
679 tunc aderas: Elin Messeniaque arua colebas.
680 illud erat tempus, quo te pastoria pellis
681 texit, onusque fuit baculum siluestre sinistrae,
682 alterius dispar septenis fistula cannis.
683 dumque amor est curae, dum te tua fistula mulcet,
684 incustoditae Pylios memorantur in agros
685 processisse boues: uidet has Atlantide Maia
686 natus et arte sua siluis occultat abactas.
687 senserat hoc furtum nemo nisi notus in illo
688 rure senex; Battum uicinia tota uocabat.
689 diuitis hic saltus herbosaque pascua Nelei
690 nobiliumque greges custos seruabat equarum.
691 hunc tenuit blandaque manu seduxit et illi
692 quisquis es, hospes' ait, 'si forte armenta requiret
693 haec aliquis, uidisse nega neu gratia facto
694 nulla rependatur, nitidam cape praemia uaccam!'
695 et dedit. accepta uoces has reddidit hospes:
696 tutus eas! lapis iste prius tua furta loquetur,'
697 et lapidem ostendit. simulat Ioue natus abire;
698 mox redit et uersa pariter cum uoce figura
699 rustice, uidisti si quas hoc limite' dixit
700 ire boues, fer opem furtoque silentia deme!
701 iuncta suo pretium dabitur tibi femina tauro.'
702 at senior, postquam est merces geminata, 'sub illis
703 montibus' inquit 'erunt,' et erant sub montibus illis.
704 risit Atlantiades et 'me mihi, perfide, prodis?
705 me mihi prodis?' ait periuraque pectora uertit
706 in durum silicem, qui nunc quoque dicitur index,
707 inque nihil merito uetus est infamia saxo.
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676 Weinend begehrte von dir Beistand der philyrische Heros,
677 Delphischer Gott, umsonst. Denn vernichten den Willen des großen
678 Jupiter konntest du nicht, und wenn du ihn könntest vernichten,
679 Warst du doch fern. Du zogest in Elis umher und Messene.
680 Damals war's, wie ein Fell nach Sitte der Hirten dich deckte
681 Und in der Linken den Stab aus dem Walde du trugst, in der ändern
682 Hieltest das flötende Spiel mit den sieben gestuften Rohren.
683 Während der Liebe du frönst, und der Pfeife Getön dich ergötzet,
684 Wanderten unbewacht auf die pylischen Äcker die Kühe,
685 Wie uns kündet die Mär. Der Sohn der atlantischen Maja
686 Sah sie, und barg die entführten durch eigene Kunst in den Wäldern.
687 Niemand merkte den Raub; nur ein Greis, in jenem Gefilde
688 Wohlbekannt, den Battus die Nachbarn alle benannten,
689 Der in grasigen Talen und Au'n dem begüterten Nelus
690 Herden der edelen Ross', ein geordneter Hüter, bewachte.
691 Diesen zog er besorgt mit schmeichelnder Hand auf die Seite:
692 Gastfreund, wer du auch bist, liebkoset er, fraget dich jemand,
693 Ob du die Rinder gesehn, so leugne du. Daß du umsonst nicht
694 Diese Gefälligkeit übst, sei die schimmernde Kuh dir Belohnung.
695 Und er gab ihm die Kuh. Der empfangende Fremdling erwidert:
696 Gehe du ruhig vor mir; der Stein sagt eher den Raub an.
697 Und er zeigte den Stein. Merkurius, gehend zum Anschein,
698 Kehrete bald, und die Stimme zugleich mit der Bildung verwandelt:
699 Landmann, hast du vielleicht, so redet er, hier auf dem Abweg
700 Rinder gesehn; hilf retten, und sei kein Hehler des Diebstahls.
701 Schau', dir geb' ich zum Lohne die Kuh mit dem Stiere gepaaret.
702 Aber der Greis, da der Sold sich verdoppelte: Hinter dem Berge,
703 Saget er, werden sie sein; auch waren sie hinter dem Berge.
704 Lachend erwidert der Gott: Mich mir, Treuloser, verrätst du?
705 Mich verrätst du mir selbst? Und er macht zum Felsen verhärtet
706 Sein wortbrüchiges Herz. Noch heißt der Stein der Verräter,
707 Und unschuldigem Fels ist die Schande geblieben von alters.
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